
Menschenleere Naturfotos auch an belebten Plätzen machen dank YOLOv7 und OpenCV.
Schöne neue Welt der KI-gestützten Spieleentwicklung
Pseudo 3D Spielegrafik wie diese ist heute aus Computerspielen verschwunden. Vor dreißig Jahren war es die einzige Möglichkeit
auf den damaligen Heimcomputern die Illusion einer in Echtzeit bewegten Rennstrecke zu erzeugen.
Keine Technologie hat die Softwareentwicklung in so kurzer Zeit so stark verändert wie generative KI. Die Entwicklung von Programmen für spezifische Einsatzzwecke war immer teuer und zeitaufwendig. Generative KI hat Softwareentwicklung billiger gemacht. Viel billiger! Jetzt sind für Einzelentwickler Projekte möglich, die vor einem Jahr noch undenkbar waren.
Die oft verbreiteten Untergangsszenarien was die Zukunft der Sektors angeht halte ich für übertrieben. Ich denke vielmehr das dies nicht der Anfang vom Ende der Softwareentwicklung ist, sondern nur das Ende von deren Anfang. Nach dem Sprung von Machinencodes zu Assembler und von Assembler zu Hochsprachen erfolgt nun der Übergang zur Programmierung in natürlicher Sprache. Die Einstiegshürde sinkt dramatisch. Softwareentwicklung wird endlich wieder einfach! Man kann sich wieder auf das eigentliche Problem konzentrieren ohne sich durch 500 Zeilen Initialisierungscode eines unbekannten Graphik-Subsystemes kämpfen zu müssen um einen einfache Punkt auf dem Bildschirm zu zeichnen.
Am besten fasst es meiner Meinung nach dieses Zitat zusammen:
"Maybe there is an enormous amount of code-shaped value waiting to exist, and AI happens to make that value cheap enough to create."
— Hank Green, 2026
Mein Code-Shaped Value heißt „Fluchtpunkt”. Es ist ein Retro-Rennspiel mit Pseudo-3D-Grafik, dessen Umsetzung für mich als Einzelentwickler bislang so unrealistisch war, dass ich vor drei Monaten noch nicht wusste, dass ich es überhaupt wollte. Dies ist die Geschichte eines Speedruns in Spieleentwicklung und meiner Suche nach der Antwort auf die Frage: Endet jedes KI-Softwareprojekt zwangsläufig in Slop?